Fallender Himmel, der erste Teil der Legend-Trilogie von Marie Lu, beginnt in einem zukünftigen, dystopischen Amerika, das in Republik und Kolonien gespalten ist. Zwischen den mächtigen, nach Rache durstenden Fronten begegnen sich Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik und June, der Liebling der Republik.

Aufgrund eines Eignungstestes, den June erstaunlich gut bestanden hat, ist sie mit ihrem Bruder in privilegierten Verhältnissen aufgewachsen. Day, der mit ungewöhnlich schlechten Ergebnissen durch diesen Test gefallen ist, schafft es aus einem Versuchslabor zu entkommen und landet als Flüchtling auf den Straßen der Elendsviertel der Stadt. Als sein kleiner Bruder von einer immer wieder kehrenden Seuche befallen wird, bricht er in ein Krankenhaus ein, um die überlebensnotwendigen Medikamente zu besorgen. Bei Days Flucht vor dem Militär verunglückt Junes Bruder tödlich, woraufhin sie in den Armenviertel untertaucht, um den Mörder ihres Bruders zu finden. Dort trifft sie auf Day, der wie June einen unglaublichen Überlebensinstinkt besitzt. Zunächst misstrauisch lernen sie einander kennen und langsam leiden lernen, bis die Republik gnadenlos einen Keil zwischen ihre aufkeimende Freundschaft treibt. Die Autorin Marie Lu zwingt die Leser das Buch nicht mehr zur Seite zu legen, indem sie lebhaft und emotional die Entwicklung Junes und Days Beziehung beschreibt, die schon von Anfang an wie magisch von einander angezogen scheinen. Sie verrät zu Anfang noch nicht viel von der Welt, in der die beiden Protagonisten leben und offenbart einige Details erst zu Ende des Buches. Dadurch bleibt das Buch bis zum Ende spannend sowie überraschend. Vor allem Jugendliche wird die Erzählung über eine andere Welt, die abwechselnd aus Days und Junes Sicht geschrieben ist, neugierig auf die Folgebände der Legend-Trilogie machen.