Nach 35 1/2 Jahren verlässt Herr Marchio das JKG und geht in seinen wohlverdienten Ruhestand. Das war für uns, der Redaktion der KeplerTimes, der Anlass, ein letztes Interview mit ihm zu führen.
 
1. Wie sind Sie Lehrer geworden, Herr Marchio?
Nach dem Abitur habe ich keinen Plan gehabt. In der Hoffnung, dass sich dieser Zustand verbessern würde, bin ich zur Bundeswehr gegangen. Auch nach dieser Zeit war ich hinsichtlich einer Berufswahl unschlüssig. Ich habe schließlich ein Semester Bauingenieurswesen studiert und bin ziemlich frustriert worden (Mathe, technische Mechanik, Baustoffkunde habe ich gerade soeben mit einer 4- im 1.Semester bestanden). Der Frust trieb mich spontan in des Immatrikulationsamt, wo ich relativ spontan mich für den Lehramtsstudiengang Politik und Sport entschieden habe. Das lag dann aber auch ein bisschen daran, dass ich in meiner Schulzeit zwei prägende Lehrer in diesen Fächern hatte.
 
2. Wie sind Sie ans JKG gekommen? 
Durch Zufall! Ein Referendarkollege informierte mich darüber, dass am Gymnasium Garbsen zwei Sportlehrer die Schule  verlassen würden und ich mich doch einmal beim damaligen Schulleiter Herrn Weise vorstellen solle. Diese Vorstellung lief sehr harmonisch ab und ich habe von Herrn Weise eine mündliche Zusage bekommen, sich für eine Einstellung bzw.die Besetzung einer Planstelle durch mich einzusetzen. Das hat dann auch, wenn auch für mich überraschend, geklappt.
 
3. Herr Marchio, wie lange waren sie am JKG? 
Ich unterrichte seit dem 28.8.1979 ohne Unterbrechung am JKG . Stundenweise bin ich an die Orientierungsstufe Garbsen abgeordnet worden.
 
4. Was war Ihr persönliches Highlight in Ihrer Zeit am JKG?
Highlights waren die Teilnahme beim Bundesentscheid Jugend trainiert für Olympia in Berlin mit der Schwimmschulmannschaft Mädchen, zu der übrigens eine spätere Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen  gehörte. Außerdem möchte ich nicht  die Klassen-und Kursfahrten missen. Insbesondere die Fahrten nach Berlin zu den Zeiten der deutschen Teilung, die Skifahrten nach Bayrischzell sowie die Seminarfachfahrten u.a. nach Barcelona.
 
5. Was hat Ihnen in Ihrem Beruf am meisten Spaß gemacht, Herr Marchio? 
Der Umgang und die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, außerdem die Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Turnieren im Rahmen des Wettbewerbes Jugend trainiert für Olympia. Herausheben möchte ich auch die Arbeit im Seminarfach. Sie war geprägt durch ein hohes Maß an inhaltlicher Freiheit, Selbsttändigkeit und offensivem Einsatz neuer Technologien.
 
6. Was hat Ihnen am JKG am meisten gefallen? 
 Die hervorragenden Unterrichtsbedingungen im Sport sowie die Möglichkeit, relativ frei und offen den eigenen Unterricht gestalten zu können. Außerdem war das Kollegium sehr kooperativ und immer engagiert.
 
7. Was werden Sie machen, wenn Sie nicht mehr am JKG sind?
Ich habe noch keinen Masterplan aber eine Reihe von Ideen. Für die nächsten 6 Monate steht an erster Stelle die Wiederherstellung der körperlich Fitness sowie eine intensivere Beschäftigung mit meinen 4 Enkelkindern. Danach wird wohl die Musik (Chor, Band) meine Freizeit wieder mehr ausfüllen.
 
8. Herr Marchio, was werden Sie am JKG am meisten vermissen?
 
Die Mitwirkung bei Schulveranstaltungen sowie die permanente Auseinandersetzung und Diskussion mit Schülerinnen, Schülern, Kolleginnen und Kollegen.
 
Das Redaktionsteam wünscht Herrn Marchio alles Gute für seine Zukunft.

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